Untersuchungen des Herzens

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Die Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie)

ist eine rein äußerliche Untersuchung mit ungefährlichen Ultraschallwellen, die für die Patienten nicht belastend und beliebig oft wiederholbar ist. Sie ermöglicht die Darstellung der Herzkammern und -klappen aus verschiedenen Blickrichtungen zur Beurteilung ihrer Beschaffenheit und Funktion. Darüber hinaus kann durch die Messung der Frequenz der reflektierten Ultraschallwellen der Blutfluss im Herzen untersucht werden. Verengungen oder Undichtigkeiten von Herzklappen sind dadurch gut zu beurteilen.

Das Elektrokardiogramm (EKG)

zeichnet die elektrischen Ausprägungen der Herzaktivität auf. Es ist ein wichtiges diagnostisches Hilfsmittel, anhand dessen frühzeitig krankhafte Veränderungen des Herzens erkannt werden können. Bei Patienten mit Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung gehört das EKG darum auch zur Routineuntersuchung. Die Herzaktionen ergeben ein typisches Bild, das sich verändert, wenn etwa durch Mangeldurchblutung die Herzströme nicht mehr richtig weitergeleitet werden. Zunächst fertigen wir ein EKG im Ruhezustand an, das allerdings noch nicht sehr aussagekräftig ist, da es bei 90 Prozent der Patienten mit koronarer Herzkrankheit normal aussieht.

Zur genaueren Diagnostik ist daher ein EKG unter Belastung notwendig. Dies geschieht in unserer Praxis auf einem Fahrradergometer, das den bekannten Heimtrainingsgeräten ähnelt: Allmählich erhöhen wir den Pedalwiderstand, wodurch die Kreislaufbelastung durch die körperliche Mehrarbeit stetig ansteigt. Das gleichzeitig aufgezeichnete EKG gibt Aufschluss über die Veränderungen der Herzaktivität im Verhältnis zu Puls und Blutdruck.

Der Carotissinusdruck (CSD)

wird an einem der vielen Vitalpunkte des Halses, dem Carotissinuspunkt, gemessen: An dieser Stelle der Halsschlagadern befindet sich ein Nervenabschnitt, der für die Regulation des Herzschlages verantwortlich ist. Steigt der Blutdruck an, bemerkt es dieser Abschnitt und gibt dem Herzen den Befehl, die Pulsfrequenz zu verlangsamen.

Bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen lassen sich nicht mit dem regulären Ablauf eines EKGs klären. Während dieser EKG-Untersuchung übt der Arzt daher auf den Carotissinuspunkt Druck aus, um so den Herzschlag kurz zu verlangsamen. Die Überleitung der elektrischen Impulse von den Vorkammern in die Hauptkammern des Herzens wird dadurch kurz blockiert. Diese kleine Unterbrechung ist ausreichend, um die Art der Rhythmusstörung im EKG klar zu erkennen.

Die 24-Stunden-Blutdruckmessung

ergänzt das Spektrum der Diagnose-Möglichkeiten rund ums Herz: Normalerweise kontrolliert der Arzt den Blutdruck anhand von Einzelmessungen. Diese reichen zur Kontrolle beispielsweise eines gut mit Medikamenten eingestellten Bluthochdrucks in der Regel auch aus. Doch bei der Suche nach den Ursachen eines schwer zu behandelnden Bluthochdrucks oder bei der Optimierung der Arzneimitteltherapie genügen einzelne Messwerte möglicherweise nicht mehr. In diesen Fällen kann unter anderem eine über 24 Stunden andauernde Blutdruckmessung weiterhelfen. Mit der automatischen Messung, wie wir Sie Ihnen mit Hilfe unserer modernen Geräte anbieten,  können Fehlmessungen durch Bedienungsfehler ausgeschlossen werden. Auch unrealistisch hohe Messwerte in Kliniken und Arztpraxen, die dort durch eine den Blutdruck steigernde Atmosphäre entstehen können ("Weißkitteleffekt"), fallen bei einer 24-Stunden-Blutdruckmessung unter Alltagsbedingungen weg.