Psychosomatische Erkrankungen

Alles nur Einbildung?

Als Psychosomatische Erkrankungen bezeichnet man Krankheiten, bei denen körperliche Beschwerden stark oder ausschließlich vom psychischen Befinden des Patienten beeinflusst werden. Erkennbar ist das meist dann, wenn eine rein organmedizinische Behandlung nicht zur Wiederherstellung der Gesundheit führt. Zum Wiederaufbau der vollständigen Leistungs- und Arbeitsfähigkeit ist die Einbeziehung psychotherapeutischer Hilfen ratsam.

Die psychosomatischen Erkrankungen untergliedern sich in zwei Bereiche: Zum einen sind das körperliche Störungen, deren Verursachung aber im Psychischen liegt. Zum anderen sind damit körperliche Krankheiten gemeint, deren Verlauf stark von der seelischen Befindlichkeit des Patienten abhängt. Psychosomatische Erkrankungen können bereits im Kindes- und Jugendalter auftreten, wo sich Schulversagen und sozialer Rückzug als Folgen zeigen. Bei Erwachsenen können häufige Fehlzeiten und Krankschreibungen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit auftreten. Für Berufswahl und Rehabilitation muss neben der körperlichen auch die psychische Belastung durch das Arbeitsfeld beachtet werden. Psychosomatische Erkrankungen treten übrigens recht häufig auf: Bis zu 80 Prozent der Arztbesuche in Deutschland stehen damit in Verbindung.