| Begriff | Definition |
|---|---|
| A |
Adams-Stokes-Anfall: Bewusstseinsverlust, der durch eine verminderte Durchblutung des Gehirns aufgrund von einer Herzrhythmusstörung entsteht Adipositas: Fettleibigkeit. Ein zu hohes Körpergewicht ist unter anderem ein großer Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und Veneverschluss Aggregationshemmer: Medikamente zur Hemmung der Zusammenballung von Blutplättchen und damit der Blutgerinnung. AICD Automatischer implantierbarer Cardioverter/Defibrillator: Spezielles Aggregat, das abnormal schnelle Herzrhythmen erkennt und behandelt. Es besteht meist aus einem implantierten Impulsgenerator und einer oder mehreren Elektroden. Das System wird mit Hilfe eines externen Programmiergeräts eingestellt akute Erkrankung: Das plötzliche Auftreten einer Krankheit, z.B. ein akuter Schlaganfall. Danach folgt entweder Genesung oder die Krankheit wird chronisch akzidentelles Herzgeräusch: Harmloses Nebengeräusch am Herzen ohne krankhafte Bedeutung Amaurosis fugax: Flüchtige Blindheit auf einem Auge, die durch eine Mangeldurchblutung des Astes der Halsschlagader verursacht wird, der den Sehnerv versorgt. Ein charakteristisches Symptom bei TIA analgetisch: Gegen den Schmerz Anamnese: Vorgeschichte der Krankheit. Der Arzt fragt zum Beispiel nach früheren Erkrankungen, Symptomen und Beschwerden Anastomose: Angeborene oder chirurgisch geschaffene Verbindungen zwischen Gefäßen oder Kammern Aneurisma: Krankhafte, örtliche Ausweitung eines Blutgefäßes. Sie wird durch den erhöhten Druck vor einer Gefäßverengung verursacht Aneurysmektomie: Chirurgische Entfernung eines erweiterten Gefäßabschnittes (Aneurisma) Angina pectoris: Bezeichnung für die Symptome einer akuten Durchblutungsstörung der Herzgefäße: Symptome sind meist Brustschmerzen und Engegefühl. Der Herzinfarkt ist ein nicht mehr rückgängig zu machender Untergang von Herzmuskelgewebe durch unzureichende Sauerstoffzufuhr infolge eines Verschlusses der Herzkranzgefäße oder aufgrund von Mangeldurchblutung. In Deutschland ist der Herzinfarkt inzwischen die häufigste Todesursache: Von 100.000 Personen sind jährlich etwa 330 betroffen. Die Hauptrisikofaktoren sindRauchen, Hypertonie (Bluthochdruck), Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht und Stress. Angiokardiographie: Darstellung des Herzens mit Röntgenkontrastmittel während einer Herzkatheteruntersuchung. Anterolateraler Infarkt: Bezeichnung für einen Herzinfarkt, bei dem der Blutfluss zur Vorder- und Seitenwand des Herzens abgeschnitten ist Anteroseptaler Infarkt: Bezeichnung für einen Herzinfarkt, bei dem der Blutfluss zur Region vor der Herzkammerwand abgeschnitten ist. Antikoagulanzien: Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen Antikoagulation: Behandlung mit Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen Antioxidanzien: Substanzen, die schädliche Sauerstoffprodukte des Stoffwechsels abbauen. Beispiele sind Vitamin C und E Aorta: Hauptschlagader des menschlichen Körpers. Sie führt das sauerstoffreiche Blut aus der linken Herzkammer in den Körper Aortenklappe: Zwischen linker Herzkammer und Körperschlagader gelegene Herzklappe Aorto-pulmonaler Shunt: Chirurgisch geschaffene, gefäßartige Verbindung von der Körperschlagader zur Lungenschlagader. Sie wird zur Verbesserung der Lungendurchblutung angelegt apallisches Syndrom: Ein Koma, bei dem das Pallium (Großhirnrinde) vollständig ausgefallen ist, zum Beispiel durch Sauerstoffmangel bei einem Schlaganfall. Charakteristisch ist das Fehlen jeglicher Ansprechbarkeit. Hirnstammfunktionen (vegetative Funktionen) sind jedoch erhalten, so die Atmung und einige Reflexe möglich bleiben Aphasie: Eine Sprachstörung, das aufgrund der Schädigung des Gehirns bei einem Schlaganfall auftauchen kann. Dabei sieht der Patient ein Objekt oder eine Person zwar und nimmt sie als etwas Bekanntes wahr, findet aber das entsprechende Wort dafür nicht Aphasiker: Ein Patient mit einer erworbenen Störung des Sprachvermögens (Aphasie) Apnoe: Atemstillstand Apoplex: Schlaganfall, Hirnschlag. Ein Schlaganfallist die Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. Durch diese Vorgänge erhalten die Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe und sterben in kürzester Zeit ab. Die betroffenen Hirnregionen fallen aus. Werden die Symptome früh erkannt und rechtzeitig behandelt, so lässt sich der Schaden am Hirn begrenzen. Teilweise können andere Regionen des Gehirns die Funktionen der ausgefallenen Bereiche übernehmen. Apraxie: Störung der Bewegungsplanung und / oder der Handlungsplanung Arteria carotis: Kopfschlagader. Eine der zwei Hauptarterien, die das Gehirn versorgt. Sie teilt sich in drei Äste: vordere, mittlere und hintere Gehirnarterien, bekannt als Arteria meningea anterior, Arteria meningea media und Arteria meningea posterior Arteria vertebralis: Wirbelarterie. Eine der zwei Hauptarterien, die das Gehirn mit sauerstoffreichem Blut versorgen Arterie: Blutgefäß, durch das sauerstoffreiches Blut aus dem Herzen dem Gewebe zugeführt wird Arteriosklerose: Gefäßverkalkung, Verengung der Gefäße durch Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden Artherothrombose: Blutgerinnsel (Thrombus) in einer Arterie Asystolie: Herzstillstand Aszites: Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle Ataxie: Störung der Bewegungsabläufe Atherom: Synonym für eine artheriosklerotischePlaque. Ablagerung in der Gefäßwand Atrium: Vorhof, Vorkammer AV-(Atrioventrikular) Klappen: Klappen zwischen den Vorkammern und Kammern (Trikuspidalklappe und Mitralklappe) AV-(Atrioventrikular)-Block: Blockade der Erregungsleitung zwischen Herzvorhof und Herzkammer. Das Herz kann nicht mehr richtig schlagen |
| B |
Ballondilatation: Weitung der Gefäße durch einen Ballon. Siehe auch Perkutane transluminale Angioplastie Bradykardie: Verlangsamter Herzschlag, der normalerweise unter 60 Schlägen pro Minute liegt. Er kann zum Beispiel dadurch entstehen, dass der Sinusknoten nicht richtig arbeitet. Bronchien: Große Luftwege in der Lunge Brückenhaube: Ein Teil des Gehirns: Der hintere Teil der Brücke (Pons) |
| C |
Cerebellum: Kleinhirn Cerebrospinalis: Das Gehirn und Rückenmark betreffend Chronisch-venöse Insuffizienz: Chronische Behinderung des Blutrückflusses in den Venen. Ursache von Krampfadern. CKMB: Creatinkinase vom Herzmuskeltyp. Enzym, das bei Schädigungen des Herzmuskels vermehrt freigesetzt wird. Es wird auch als Marker für das Ausmaß einer Schädigung genutzt Clopidogrel: Wirkstoff, der die Blutgerinnung hemmt, indem er die Verklumpung der Thrombozyten verhindert Computertomographie (CT): Spezielles, computergesteuertes Röntgenverfahren, bei dem der Körper optisch in Querscheiben aufgeteilt wird. Dadurch können Veränderungen sehr genau erkannt werden Cortex: Hirnrinde. Sie besteht aus über 200 Rindenfeldern, von denen nur einige ihrer Funktion nach genau bekannt sind. Die größten sind die motorische Rinde, die bewusste Bewegungen steuert, und der Körperfühlbereich. Jede Hälfte des Gehirns steuert dabei die gegenüberliegende Körperhälfte Creatinkinase: Enzym, das bei Muskelschäden vermehrt freigesetzt wird. (siehe auch CKMB) |
| D |
Defibrillation: Stimulation des Herzmuskels mit einem hochenergetischen elektrischen Schock. Ein krankhafter Herzrhythmus soll so gestoppt werden Dekubitus: Aufliegegeschwür. Es kommt vor allem bei lange bettlägerigen Patienten vor Depolarisation: Reizung des Herzmuskels durch einen elektrischen Impuls. Das Ergebnis ist ein Zusammenziehen der Herzmuskelfasern Diagnostik: Alle Untersuchungen, die der Feststellung oder der genauen Abklärung einer Erkrankung dienen Diastole: Die auf die Herzkontraktion folgende Erschlaffungsphase, während der das Blut aus den Vorhöfen in die Kammern fließt Diastolischer Blutdruck: Druck der Herzkammern in der Erschlaffungsphase des Herzschlags Diencephalon: Zwischenhirn. Es liegt zwischen End- und Mittelhirn und ist Teil des Hirnstammes. Es enthält unter anderem Zentren für die Oberflächensensibilität, die seelische Empfindung, die Seh-, Hör- und Riechfähigkeit Digitalis: Fingerhutpflanzen, Pflanzengattung, aus denen Medikamente gewonnen werden, die die Kontraktion des Herzmuskels verstärken (Herzglykoside) Diuretika: Medikamente, die eine vermehrte Wasserausscheidung durch die Nieren bewirken Drucksprung (Druckgradient): Blutdruckunterschied vor und hinter einer Gefäßverengung Dysarthrie: Artikulationsstörungen, Störungen der Sprechfähigkeit Dysphagie: Schluck- und Kaustörungen mit Druckgefühl oder Schmerz hinter dem Brustbein oder im Oberbauch Dyspnoe: Angestrengte, beschwerte Atmung |
| E |
Echokardiographie: Untersuchung des Herzens mit Ultraschall. Wie beim Echolot werden ausgesandte Schallwellen wieder aufgefangen und sichtbar gemacht EEG Elektroenzephalogramm: Untersuchung der Hirnstromwellen EKG Elektrokardiogramm: Aufzeichnung der elektrischen Ausprägungen der Herzaktivität. Für den Arzt ist das EKG ein wichtiges diagnostisches Hilfsmittel, anhand dessen er krankhafte Veränderungen frühzeitig erkennen kann EPU Elektrophysiologische Untersuchung: Ein Test, bei dem Elektroden in das Herz geschoben werden, um die Art der elektrischen Signale im Herzen zu messen. Die Testergebnisse können dem Arzt helfen zu bestimmen, was für den Patienten die beste Behandlungsmethode ist Embolie: Der plötzliche Verschluss eines Gefäßes durch einen krankhaften "Klumpen", z. B. durch ein Blutgerinnsel Endhirn: Der größte Teil des Gehirns mit beiden Großhirnhälften Endokard: Innerste Herzwandschicht. Sie kleidet das Herz inklusive der Klappen ähnlich wie eine Tapete von innen aus Endokarditis: Entzündung des Herzmuskels Endothel: Innenhaut der Blutgefäße Epikard: Fett und Gefäßschicht im inneren Teil des Herzbeutels (zwischen Herzbeutel und Herz) Erythrozyten: Rote Blutkörperchen. Sie transportieren den Sauerstoff und das Kohlendioxid im Blutkreislauf |
| F |
Fibrin: Endprodukt der Blutgerinnung. Hauptbestandteil der "Kruste" von Wunden und von Blutgerinnseln innerhalb der Gefäße Fibrinogen: Ein Faktor, der in der Blutgerinnung eine wichtige Rolle spielt Fibrinolytika (Thrombolytika): Wirkstoffe, die einen Thrombus (Blutgerinnsel) auflösen können Freie Radikale: Chemisch sehr reaktionsfreudige Moleküle, die Körperzellen und Gefäße schädigen können |
| G |
Großhirn: Die beiden Gehirnhälften. Es enthält die Großhirnrinde mit der motorische Rinde, dem Körperfühlbereich, den Sprachzentren, dem Riech- Seh- und Gehörzentrum |
| H |
Hämatokrit: Prozentualer Anteil der festen Blutbestandteile; normal sind 35 bis 45 Prozent Hämatom: "Blauer Fleck"; Ansammlung von Blut außerhalb eines Gefäßes Hämodynamik: Blutströmung Hemianopsie: Symptom, das aufgrund der Schädigung des Gehirns bei einem Schlaganfall auftauchen kann. Der Patient sieht mit beiden Augen nur das, was auf einer Seite seines Blickfelds geschieht und muss den Kopf stark drehen, um die Dinge zu sehen, die sich auf der anderen Seite befinden Hemianopsie: Ausfall einer Gesichtshälfte aufgrund einer Gehirnschädigung Hemiplegie: Halbseitenlähmung vollständige (= Hemiparalyse) oder unvollständige (= Hemiparese) Lähmung einer Körperhälfte Herzfrequenz: Häufigkeit des Herzschlages pro Zeiteinheit Herzglykoside: Medikamente, die die Kontraktionskraft des Herzens erhöhen. Herzglykoside werden aus verschiedenen Arten der Pflanzengattung Digitalis gewonnen Herzinfarkt: Zerstörung von Herzmuskelzellen aufgrund einer mangelnden Sauerstoffversorgung Herzinsuffizienz: Herzmuskelschwäche. Ungenügende Pumpfunktion des Herzens Herzkammerflimmern (Kammerflimmern): Unregelmäßige, schnelle Schlagfolge der Herzkammern mit völligem Ausfall der Pumpleistung des Herzens Herzkatheteruntersuchung: Bei dieser Untersuchung wird ein weicher, dünner Schlauch durch die Gefäße zum Herz vorgeführt. Durch ihn kann der Blutdruck in den Kammern und Adern oder der Sauerstoffgehalt des Blutes an verschiedenen Stellen im Herzen gemessen werden. Durch den Schlauch (Katheter) kann auch Kontrastmittel in die Herzkammern gegeben werden, um ein Röntgenbild vom Herzen zu machen (Angiokardiographie) Herzklappen (Valvae): Klappen zwischen Vorhof und Herzkammer sowie zwischen Kammern und angrenzenden großen Gefäßen. Das Blut kann durch die Klappen nur in eine Richtung fließen. Bei Druck in die andere Richtung schließen sich die Klappen Herzkranzgefäße (Koronargefäße): Feine Gefäße, die den Herzmuskel selbst mit frischem Blut versorgen, dass er für jeden Herzschlag benötigt. Ein Verschluss dieser Gefäße führt zu einem Herzinfarkt Herz-Lungen-Maschine: Ein in der offenen Herzchirurgie gebräuchliches Gerät, das vorübergehend die Herz- und Lungenfunktion übernehmen kann. Pumpen sorgen für einen konstanten Transport des Blutes im Kreislaufsystem. Ein Oxygenator fungiert als künstliche Lunge, wo das im Körper aufgenommene Kohlendioxyd abgegeben werden kann und mit Sauerstoff angereichert wird HMV Herzminutenvolumen: Blutmenge, die während einer Minute vom Herzen gepumpt wird. Ein Maß für die Pumpleistung des Herzens Herzschrittmacher: Gerät, das mittels regelmäßiger elektrischer Impulse den Herzmuskel zu Aktionen anregt. Er kann nach einer Operation vorübergehend notwendig sein, in diesem Fall liegt er außerhalb des Körpers. Bei längerfristiger Notwendigkeit wird ein sehr kleines Gerät eingepflanzt Hinterwandinfarkt: Bezeichnung für einen Herzinfarkt, bei dem der Blutfluss zur Hinterwand des Herzens abgeschnitten ist Hirnembolie: Die Verstopfung einer Arterie des Gehirns. Die Quelle für die Verstopfung sind aus dem linken Herzvorhof oder gehirnnahen Gefäßverstopfungen. Die Folgen sind Schlaganfall mit Lähmungen und Bewusstseinsstörungen. Hirnstamm: Stammhirn. Teil des Gehirns, der zwischen Großhirn und Rückenmark liegt. Es unterteilt sich in Hypothalamus,Thalamus, Brücke und verlängertes Rückenmark. Er steuert unter anderem die Koordination von Bewegungen und viele Stoffwechselfunktionen. Schlaganfälle im Hirnstamm können zu schwersten Beeinträchtigungen führen His-Bündel: Teil des Erregungsleitungssystems des Herzens. Kurze gemeinsame Leitungsstrecke für den elektrischen Impuls, der die Kontraktion des Herzmuskels auslöst. Danach teilt sich das Bündel für die linke und die rechte Herzhälfte Homocystein: Schwefelhaltige Aminosäure. Ein Zwischenprodukt des Eiweiß-Stoffwechsels. Erhöhte Homocysteinspiegel sind ein Risikofaktor für einen Herzinfarkt Homograft: Von Menschen gespendete Gefäßprothesen Hypophyse: Hirnanhangdrüse. Sie liegt am Boden des Zwischenhirns und ist ein wichtiges Steuersystem aller Hormondrüsen im Körper Hypothalamus: Teil des Zwischenhirns. Steuert Hunger, Durst, Wärmeregulation und Sexualität. Außerdem kontrolliert er die Freisetzung von Hormonen über die Hypophyse Hypothermie: Herabsetzung der Körpertemperatur, welche bei aufwendigen Operationen oder nach einem Schlaganfall zum Schutz des Gewebes vor Sauerstoffmangel künstlich erzeugt wird Hypoxie: Der herabgesetzte Sauerstoffgehalt des arteriellen Blutes, oder auch der Sauerstoffmangel in Geweben und Organen. Ursachen können zum Beispiel verengte Gefäße sein |
| I |
Implantat: Eingepflanztes Fremdteil (z.B. Kunstklappe) indiziert: medizinisch sinnvoll, angezeigt Infarkt: Ein lokal begrenztes Zellsterben (Nekrose) in einem Organ aufgrund von Sauerstoffmangel, meist verursacht durch einen Gefäßverschluss Infusion: Das Einbringen von Flüssigkeiten in Körpervenen (selten auch in Arterien). Erfolgt meist tropfenweise über einen längeren Zeitraum Instabile Angina Pectoris: Plötzliche, starke Herzschmerzen und Brustenge bei einem Herzinfarkt. Bedarf sofortiger Behandlung im Krankenhaus. Insuffizienz: Unzureichende Leistung oder Funktion eines Organs oder Gewebes Interkranial: Innerhalb der Schädelhöhle (Kranium) Intervention: Eingreifen. Jegliche therapeutische Maßnahme intrakardial: Innerhalb des Herzens Intrazerebral: Im Gehirn gelegen, im Gehirn stattfindend, bzw. in das Gehirn Ischämie: Eine ungenügende Durchblutung und daraus entstehender Sauerstoffmangel in einem Gewebe oder Organ -itis: Wortendung zur Bezeichnung einer Entzündung eines bestimmten Organs, z.B. Endokarditis = Entzündung des Endokard |
| K |
Kapillaren: Feinste Blutgefäße, durch deren Wände Sauerstoff, Nährstoffe und Abfallprodukte gefiltert werden und so in das Gewebe hinein oder aus dem Gewebe heraus transportiert werden Kardiogener Schock: Plötzliches Kreislaufversagen durch eine Verminderung der Herzleistung bei einem Herzinfarkt Kardiomyopathie: Krankheit des Herzmuskels mit einer Beeinträchtigung der Herzfunktion Kardioversion: Stoppen einer schnellen Herzfrequenz durch einen elektrischen Impuls, der zur gleichen Zeit wie der Herzschlag abgegeben wird. Eine geringe bis mittlere Energie wird eingesetzt, um den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen Karotisstenose: Verengung der Halsschlagader (Arteria carotis) Katecholamine: Körpereigene Stoffe, die die Herzfrequenz erhöhen und die Schlagkraft des Herzens günstig beeinflussen. Sie werden auch als Medikamente eingesetzt Katheterintervention: Eine Behandlung, bei der ein Katheter benutzt wird. Kernspintomographie: Modernes, aufwendiges Bild gebendes Verfahren, mit dem detaillierte Bilder vom Körper oder von einzelnen Organen gewonnen werden können. Das Verfahren kommt ohne schädliche Röntgenstrahlung aus. Die Patienten müssen bei der Untersuchung in einem tunnelförmigen Untersuchungsgerät längere Zeit ruhig liegen Kleinhirn: In der hinteren Schädelgrube liegender Teil des zentralen Nervensystems. Es steuert unter anderem Bewegungsabläufe und Gleichgewicht Kleinhirnsyndrom: Durch Schädigung des Kleinhirns auftretende Symptome wie Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen Kollaps: Zusammenbruch oder Zusammenfallen. Allgemein oder eines Organs / Organteils. Kann mit Bewusstlosigkeit einher gehen. Beruht der Kollaps auf einer Herzrhythmusstörung oder einem Herzfehler, spricht man von einer Synkope Kollateralen: Kleine Blutgefäße, die bei einem Verschluss eines Hauptgefäßes die Blutversorgung der Organe auf Umwegen übernehmen und dann größer werden. So entsteht schließlich ein Kollateralkreislauf Kompensation: Gefäßdehnung als Ausgleichmechanismus wenn Ablagerungen das Gefäß verengen Koronarangiographie: Darstellung der Herzgefäße mit Röntgenkontrastmittel während einer Herzkatheteruntersuchung Koronararterien: Herzkranzgefäße. Es gibt 2 große Herzkranzgefäße: Die rechte Herzkranzarterie versorgt vor allem die rechte Herzhälfte, die linke Herzkranzarterie vor allem die linke Herzhälfte mit sauerstoffreichem Blut Koronararterienverschluss: Verschluss der Arterien, die in die Herzgefäße münden und so den Herzmuskel mit Blut versorgen. Ein Herzinfarkt ist die Folge Koronare Herzerkrankung(KHK): Eine ständige Unterversorgung des Herzmuskels mit Blut. Ursache ist eine fortschreitende Arteriosklerose der Herzkranzgefäße Koronarien: Bei Ärzten oft gebrauchte Abkürzung für Koronararterien - Herzkranzarterien Koronarinsuffizienz: Unzureichender Blutfluss durch die Herzkranzarterien Koronarintervention: Jegliche Behandlung am Herzen Körperschema: Orientierung am eigenen Körper, Einordnung der einzelnen Körperteile. Nach einem Schlaganfall ist das Körperschema oft gestört |
| L |
Läsion: Schädigung, Verletzung, Störung Leukozyten: Weiße Blutkörperchen. Sie sind vor allem für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig Liquor: Klare, zellarme Flüssigkeit, die im Hohlraumsystem des Gehirns und des Rückenmarks zirkuliert Liquorpunktion: Eine Diagnosemethode, die bei Verdacht auf eine Hirnblutung angewandt wird. Mit einer Nadel wird Gehirnwasser im Bereich des Rückenmarks entnommen. Ist es durch Blut aus dem Gehirn rot gefärbt, ist eine Hirnblutung wahrscheinlich Liquorräume: Hohlraumsystem in Gehirn und Rückenmark. Die Hohlräume werden Ventrikel genannt. Sie stehen alle untereinander in Verbindung. Bei Hirnblutung aus den Gefäßen kann der Hirndruck ansteigen Locked-in-Syndrom: Unfähigkeit zu sprechen oder sich zu bewegen – bei völliger Wachheit und klarem Bewusstsein – als Folge einer beidseitigen, querschnittartigen Unterbrechung in einem bestimmten Hirn-Bereich (Pons). Ursache kann ein Schlaganfall sein. Logopäde: Spezialist auf dem Gebiet von Sprach- und Sprechstörungen sowie Stimm- und Schluckstörungen Lungenkreislauf: Blutkreislauf von der rechten Herzkammer bis zum linken Herzvorhof Lungenstauung: Rückstau des Blutes von der linken Herzhälfte in die Lunge. Führt im Extremfall zum Lungenödem Lungenödem: Wasseransammlung in der Lunge. Bei schwerem Lungenödem droht Tod durch Ersticken Lungenvenen: Vier größere Blutgefäße, die das sauerstoffreiche Blut aus der Lunge zur linken Vorkammer führen |
| M |
Makrophagen: Fresszellen, die Abfälle und Bakterien im Körper beseitigen Mediastinum: Raum zwischen Herz, Lunge, großen Gefäßen und Brustkorb Mesenzephalon: Mittelhirn Mitralklappe: Herzklappezwischen linkem Vorhof und linker Kammer Myalgien: Muskelschmerzen Myokard, Myokardium: Herzmuskel Myokarderkrankung: Erkrankung des Herzmuskels Myokardfibrose: Vermehrung des Bindegewebes innerhalb des Herzmuskels. Meist aufgrund von chronischem Sauerstoffmangel des Muskelgewebes Myokardinfarkt: s. Herzinfarkt Myokarditis: Entzündung des Herzmuskels |
| N |
Nekrose: Zell- oder Gewebstod im lebenden Organismus Neurostatus: Zusammenfassender Begriff für Untersuchungsbefunde, die über den Zustand des zentralen Nervensystems Auskunft geben |
| O |
Obstruktion: Verengung eines sonst offenen Weges Obstruktive Lungengefäßkrankheit: Folge einer zu lange anhaltenden Blutdruckerhöhung in der Lungenschlagader durch eine Gefäßverengung. Die feinen Gefäße in der Lunge verändern sich, ihre Wände werden immer dicker, und es fließt immer weniger Blut hindurch. Okklusion: Verschluss |
| P |
Palpitationen: Spürbarer, unangenehm empfundener Herzschlag Papillarmuskel: Muskelstrukturen in den Kammern, an deren Spitze Sehnenfäden zu den Vorhofklappen (Mitralklappe) ziehen und diese bewegen Paralyse: Komplette Lähmung Paraplegie: Vollständige Lähmung beider Extremitäten einer Körperhälfte Parasympathikus: Teil des vegetativen Nervensystems, der unter anderem die Herzfrequenz dämpft Parese: Lähmung paroxysmal: plötzlich einsetzend und plötzlich endend pektoral: den Bereich der Brust betreffend Perakut: Der unmittelbar, schnell und heftig einsetzende Beginn einer Krankheit, meist auch mit schwerem, nicht selten tödlichem Verlauf. Beispiele sind der Herzinfarkt und der Schlaganfall Perikard: Herzbeutel. Aus Bindegewebe bestehende Umhüllung des Herzens. Peri-Infarkt-Phase: Zeitraum kurz vor und nach einem Herzinfarkt Perikardiotomie: Chirurgische Öffnung des Herzbeutels Perkutane transluminale Angioplastie: Auch Ballondilatationgenannt: Ein Schlauch mit einem aufblasbaren Ende wird in das kranke Gefäß geschoben. Über der Engstelle kann der Chirurg den Ballon am Ende des Schlauchs aufblasen, wodurch der Durchmesser des Gefäßes weiter wird persistierend: bleibend, sich nicht zurückbildend PET-Scan Positronemissionstomographie: Ein modernes, Bild gebendes Verfahren ähnlich der Computertopgraphie (CT). Radioaktive Stoffe werden dem Patienten zugeführt. Sie reichern sich in dem zu untersuchenden Organ an. Die Strahlen werden dann registriert und zu einem Bild zusammengesetzt Phenprocoumon: Wirkstoff, der die Blutgerinnung hemmt Plaques: Ablagerungen an den Gefäßwänden Plättchenhemmer: Aggregationshemmer Pleura: Lungenfell. Haut, die den Brustraum auskleidet und die Lungen überzieht. Ermöglicht den Unterdruck der für die Atmung nötig ist Polyglobulie: Vermehrung von Zellen im Blut. Rote Blutkörperchen werden vermehrt gebildet, wenn eine lang bestehender Unterversorgung mit Sauerstoff (Zyanose) besteht Pons: Zum Stammhirn gehörender Teil des Gehirns, das zusammen mit dem Kleinhirn das Nachhirn bildet Posterolateraler Infarkt: Bezeichnung für einen Herzinfarkt, bei dem der Blutfluss zur Rück - und Seitenwand des Herzens abgeschnitten ist postoperativ: nach der Operation PRIND Prolongiertes reversibles ischämisches Defizit: Ein mittelschwerer Hirninfarkt, bei dem die Symptome länger als 24 Stunden dauern, aber innerhalb von 3 Wochen vollständig abklingen PTCA-Verfahren: Methode, um Gefäße zu erweiten Pulmonal: die Lunge betreffend Pulmonalatresie: Völlige Blockade des Blutflusses aus der rechten Herzkammer zu den Lungengefäßen. Die Lunge wird nicht mehr mit Blut versorgt und kann keinen Sauerstoff in den Körper transportieren Pulmonalis: Abkürzung für: Pulmonalarterie oder Arteria pulmonalis, Lungenschlagader Punktion: Anstechen von Organen oder Gefäßen mittels einer Hohlnadel |